Blatter: Traum wird wahr
(FIFA.com) Dienstag 2. März 2010
FIFA-Präsident Joseph S. Blatter sparte bei einer Veranstaltung in Durban genau 100 Tage vor dem Anpfiff zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ nicht mit Lob für die Vorbereitungen des ersten FIFA-WM-Turniers auf afrikanischem Boden.
Bei einem Besuch des neu erbauten Stadions von Durban, in dem eines der WM-Halbfinalspiele stattfinden wird, zeigte sich der FIFA-Präsident überaus beeindruckt von der Spielstätte, die bereits jetzt als eines der besten Stadien ganz Afrikas gilt.
Neben Blatter nahmen auch FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke, Südafrikas Vizepräsident Kgalema Motlanthe, der CAF-Präsident und Vorsitzende der Organisationskommission 2010 Issa Hayatou, der LOK-Vorsitzende Irvin Khoza und der Hauptgeschäftsführer des LOK 2010, Dr. Danny Jordaan, an der Veranstaltung teil.
Auf einer Pressekonferenz im Stadion sprach Blatter zahlreiche Themen an und machte erneut sein Vertrauen in Südafrika deutlich, wo nun die Endphase der Vorbereitungen für das größte Fussballspektakel der Welt beginnt.
WM in Afrika ein Herzenswunsch
Eine FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ in Afrika ist mein Herzenswunsch und Ausdruck der innigen Beziehung zwischen mir und dem afrikanischen Kontinent. Diese Beziehung reicht in die Zeit zurück, als ich noch Technischer Direktor der FIFA war. Es war ein langer Weg, der seine Zeit brauchte. Wir haben diesen Weg mit viel Vertrauen und mit viel Geduld hinter uns gebracht. Als Südafrika die Ausrichtung der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ übertragen wurde, war noch überaus viel Arbeit zu leisten. Wir mussten die Menschen davon überzeugen, dass wir eines Tages dem afrikanischen Kontinent sehr viel zurückgeben würden. Denn Afrika hat der Welt und dem Weltfussball sehr viel gegeben.
Ich bin sehr stolz darauf, dass diese innige Beziehung nun kurz vor ihrer Krönung steht. Heute sind es noch 100 Tage, doch die Geschichte hat bereits am 17. Mai 1998 angefangen, als ich mich erstmals um das Amt des FIFA-Präsidenten beworben habe. Schon damals habe ich gesagt, dass "wir die WM nach Afrika bringen müssen." Genau das meine ich mit Geduld, denn Südafrika hat mit seiner ersten Bewerbung im Jahr 2000 keinen Erfolg gehabt. Damals gewann Deutschland mit einer Stimme mehr. Doch mit viel Geduld und Beharrlichkeit haben Sie es dann 2004 geschafft, das Recht zur Ausrichtung der WM zu bekommen.
Zum Vermächtnis von 'Madiba'
Als Nelson Mandela, die große Symbolfigur Ihres Landes, am 15. Mai 2004 in Zürich stand und strahlte, wurde ein Traum wahr. Er hat stets daran geglaubt, dass dieses Land die WM erfolgreich organisieren und ausrichten wird. Das war sein großer Traum. Heute steht dieser Traum kurz davor, wahr zu werden. Die Afrikaner glauben an diese WM. Und viele Menschen in aller Welt wünschen sich, dass diese WM ein großer Erfolg wird.
Über Zweifel und Skepsis
Warum nur glauben einige Menschen nicht an diesen Traum? Wir sollten doch erst einmal die WM abwarten. Ende Juli können wir dann darüber diskutieren. Viele Menschen haben Zweifel angemeldet. Doch bei uns gab es vor und während dieses Projektes niemals irgendwelche Zweifel. Wir haben unsere Entscheidung nie in Frage gestellt.
Über das bleibende Vermächtnis für Afrika
Wir haben immer gesagt, dass diese Weltmeisterschaft ein bleibendes Erbe für den afrikanischen Kontinent hinterlassen muss. Eines der Projekte, die das sicherstellen sollen, ist das Programm "In Afrika mit Afrika gewinnen." Die FIFA hat im Rahmen dieses Programms USD 70 Mio. für verschiedene Projekte eingeplant. Nicht zuletzt werden überall auf dem Kontinent Kunstrasenplätze angelegt. Außerdem gibt es auch die Football-for-Hope–Zentren, die in vielen afrikanischen Ländern eingerichtet werden. Der Anfang wurde mit einem wundervollen Football-for-Hope-Zentrum in Khayelitsha bei Kapstadt hier in Südafrika gemacht.
Gastgeber ebenfalls zuversichtlich
Südafrikas Vizepräsident Kgalema Motlanthe teilte die Einschätzung Blatters und unterstrich erneut, dass das Land seine Versprechen halten werde.
"Bis zum 11. Juni bleibt noch viel zu tun", sagte er. "Die Stadien haben wir fertig gestellt. Jetzt müssen wir uns auf einige andere Aspekte konzentrieren, beispielsweise den Transport der Menschen und die Begrüßung unserer Gäste. Wir wollen dafür sorgen, dass wir unseren Gästen den Geist des ubuntu (Menschlichkeit und Gemeinsinn) zeigen können, damit sie sich hier wie zu Hause fühlen."
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